Peep-Show für die Polizei - Staatliche Überwachung von Queers in Hamburger Toiletten bis 1980
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Erfahren Sie in diesem 58-minütigen Konferenzvortrag vom 39. Chaos Communication Congress, wie die Hamburger Polizei in den 1970er Jahren ein systematisches Überwachungssystem queerer Menschen auf öffentlichen Toiletten betrieb und wie Aktivisten dieses System 1980 zerschlugen. Tauchen Sie ein in die Geschichte der polizeilichen Toilettenüberwachung in Hamburg, bei der über 18 Jahre hinweg Spionspiegel in zehn öffentlichen Herrentoiletten eingesetzt wurden, um Männer zu observieren, die ihrer Meinung nach zu lange nebeneinander am Pissoir standen. Verstehen Sie, wie Beamte unter dem Vorwand von "Jugendschutz" und "Sauberkeit" hunderte Hausverbote aussprachen, Personalien aufnahmen und dabei illegal sogenannte "Rosa Listen" - Homosexuellenregister - anlegten. Lernen Sie, wie diese unfreiwillige Peep-Show im Sommer 1980 endete, als die Polizei indiskret Teilnehmende der ersten lesbisch-trans-schwulen Demonstration in Hamburg fotografierte, um nach eigener Aussage "die Karteien aufzufrischen". Entdecken Sie, wie ein anonymes Kollektiv die Überwachungsspiegel mit dem Hammer zerschlug und die illegale Polizeipraxis an die Öffentlichkeit brachte. Analysieren Sie die technischen und sozialen Lücken, die Aktivisten für ihren Exploit dieses Überwachungssystems nutzten, und reflektieren Sie über die Relevanz dieser historischen Ereignisse für heutige Überwachungspraktiken. Der Vortrag von Simon Schultz verbindet queeren Aktivismus, kollektive Selbstorganisation und Widerstand gegen staatliche Überwachung in einem fesselnden analogen Überwachungskrimi aus der deutschen Geschichte.
Syllabus
39C3 - Peep-Show für die Polizei. Staatliche Überwachung von Queers in Hamburger Toiletten bis 1980
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